Krieg

Vater, du verließest mich,
ich konnte gerad’ erst steh’n.
Das Vaterland, es brauchte dich —-,
es gab kein Wiederseh’n.
Wie gerne hätte ich mit dir
einmal geweint, gelacht,
hätt’ froh erlebt, wenn du mit mir
den ersten Schritt gemacht.
Ich kenne deine Stimme nicht
und sehn’ mich so nach ihr.
Die unerfüllte Sehnsucht
verklingt wohl nie in mir.
Nie durfte ich erfahren
das Streicheln deiner Hand.
Du opfertest dein Leben
und starbst im fremden Land.
Warum begreift die Menschheit nicht,
daß Krieg nur Wahnsinn ist?
Zurück bleiben Not und Traurigkeit,
Leid, das man nie vergißt.
(Annegret Kronenberg)
March 14th, 2007 at 21:26
Dieses Gedicht hat mich sehr berrührt, ich denke in letzter Zeit sehr viel über den Krieg nach. Als ich dieses Geidhct las, musste ich anfangen zu weinen.
Es ist wirklich unbeschreiblich, vor allem das Bild von dem kleinen Mädchen ist sehr traurig.
lg, Nicole (aus München)