Archive for Mai, 2006

Enrico Fermi

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 31st, 2006

Blast Castle Romeo us

Laßt mich in Ruhe mit Euren Gewissensbissen,
das ist doch so schöne Physik!

(Enrico Fermi, 1945 als Direktor der Abteilung für theoretische Physik in Los Alamos auf Einwände von Kollegen gegen den Bau der Atombombe)

Albert Einstein

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 22nd, 2006

Blast Hardtack Umbrella us

Wenn ich gewusst hätte, dass die Deutschen keinen Erfolg beim Bau der Atombombe haben würden, hätte ich keinen Finger gerührt.

(Albert Einstein)

Harry S. Truman

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 22nd, 2006

Blast Hiroshima us

Da wir die Atombombe erfunden haben, haben wir sie benutzt.

(Harry S. Truman)

Berthold Brecht

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 22nd, 2006

Hiroshima davor und danach

Die Atombombe, mit der die atomarische Energie sich zeitgemäß vorstellt, berührt die »einfachen Leute« als lediglich furchtbar. Der Sieg in Japan scheint denen, die ungeduldig ihre Männer und Söhne zurückerwarten, vergällt. Dieser Superfurz übertönt alle Siegesglocken.

(Berthold Brecht)

Harry S. Truman

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 22nd, 2006

Blast XX-11 IVY MIKE us

Wir sollten sie weiter benutzen bis wir Japans Macht, Krieg zu führen, vollständig zerstört haben.

(Harry S. Truman über die Atombombe)

Robert Oppenheimer

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Nagasaki us

Ich bin zum Tod geworden - zum Zerstörer von Welten

(Robert Oppenheimer)

Albert Einstein

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Ivy King

Unserer Welt droht eine Krise, deren Umfang anscheinend denen entgeht, in deren Macht es steht, große Entscheidungen zum Guten oder Bösen zu treffen. Die entfesselte Macht des Atoms hat alles verändert, nur nicht unsere Denkweisen. Auf diese Weise gleiten wir einer Katastrophe ohnegleichen entgegen. Wir brauchen eine wesentlich neue Denkungsart, wenn die Menschheit am Leben bleiben soll.

(Albert Einstein 1955, als die BRD Mitglied der NATO wurde)

Albert Einstein

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Redwing Fallout Enewetak

Wir Wissenschaftler, die wir das traurige Schicksal haben, an der Entwicklung noch grausamerer und wirkungsvollerer Mittel der Vernichtung mitgearbeitet zu haben, müssen es als unsere oberste und heiligste Pflicht betrachten, alles in unseren Kräften Stehende zu tun, um die Anwendung dieser Waffen für die unmenschlichen Zwecke, für die sie erdacht worden sind, zu verhindern.

(Albert Einstein)

Albert Einstein

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Knothole Annie

Ich trete dafür ein, weil ich überzeugt bin, dass es keinen anderen Weg gibt, die furchtbarste Gefahr zu bannen, in der die Menschen je geschwebt haben. Das Ziel, totale Vernichtung zu vermeiden, muß jedem anderen Ziel vorangestellt werden. Wenn der Gedanke der Weltregierung nicht realistisch ist, gibt es nur eine realistische Sicht unserer Zunft: die allgemeine Zerstörung der Menschen durch Menschen.

(Albert Einstein)

Albert Einstein

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Knothole Grable2

Die erste Atombombe hat mehr zerstört als die Stadt Hiroshima. Sie zertrümmerte auch unsere ererbten, veralteten politischen Gedanken. Es muß eine Weltregierung geschaffen werden, welche die Konflikte zwischen Nationen durch richterliche Entscheidung zu lösen imstande ist. Diese Entscheidungen müssen auf eine klare Verfassung gegründet werden, welche von den Regierungen und Völkern gebilligt ist, und welche allein über die Angriffswaffen zu verfügen hat.

(Albert Einstein)

Konrad Adenauer

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Greenhouse George

Die taktischen Atomwaffen sind im Grunde nichts anderes als eine Weiterentwicklung der Artillerie, und es ist ganz selbstverständlich, daß wir nicht darauf verzichten können, daß unsere Truppen auch bei uns die neuesten Typen haben.

(Konrad Adenauer, 1957)

Franz Josef Strauß

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Plumbbob Smoky

Er ist ein alter Trottel, der die Tränen nicht halten und nachts nicht schlafen kann, wenn er an Hiroshima denkt.

(Franz Josef Strauß über Otto Hahn nach der Göttinger Erklärung)

Franz Josef Strauß

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Plumbbob John Nuclear Test

Die Deutschen können den Russen nicht mit Pfeil und Bogen gegenüberstehen.

(Franz Josef Strauß 1957, 18 Göttinger Atomphysiker - u.a. Hahn, Heisenberg, Born, v. Laue, v. Weizsäcker - bekennen öffentlich ihre tiefe Sorge und protestieren gegen die geplante atomare Bewaffnung der Bundeswehr.)

Gustav Heinemann

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 21st, 2006

Blast Starfish Prime Honolulu

Die Atombombe ist ein Verstoß
gegen die abendländische Kultur

(Gustav Heinemann)

Margaret Mead

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 20th, 2006

Blast Stokes

Am meisten Hoffnung gibt uns die Tatsache, dass wir noch da sind! Wir haben die Fähigkeit erlangt, den Planeten zu zerstören, und haben es nicht getan. Je länger wir es nicht tun, desto besser sind unsere Aussichten.

(Margaret Mead, US-amerikanische Anthropologin)

Hyman Rickover

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 20th, 2006

Blast Dominic Chama

Nehmen Sie die Zahl der Atom-U-Boote. Ich will nicht drum herumreden. Ich sehe keinen Grund, dass wir ebensoviele haben müssen wie die Russen. Von einem bestimmten Punkt an ist es genug. Was macht es für einen Unterscheid, ob wir 100 oder 200 Atom-U-Boote haben? Ich sehe keinen Unterschied. Mit der Zahl, die wir haben, können wir alles versenken, was auf den Ozeanen schwimmt, und die Russen können es auch.

(Admiral Hyman Rickover in einer Anhörung im US-Abgeordnetenhaus, 1982)

Wolfgang Altenburg

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 20th, 2006

Blast Dominic Bluestone

Wenn ich eine 30- bis 40-fache [Vernichtungskraft] auf beiden Seiten habe, dann habe ich die gleiche Abschreckung, die ich hätte, wenn ich runtergehe auf die 10fache auf beiden Seiten, wenn Sie so wollen, auf die 3fache auf beiden Seiten.

(Wolfgang Altenburg, ehem. Generalinspekteur der Bundeswehr, bei einer Veranstaltung der SPD in Bonn, 1983)

Bernard Lown

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 19th, 2006

Blast Hardtack Oak

Aber warum dann das Anhäufen von Atomwaffen, wenn das einzige Ziel ist, sie nicht einzusetzen? Wer würde denn reihenweise Häuser bauen, in denen niemand wohnen darf, oder Autos nur für die Garage oder sei es welche Ware auch immer, nur um sie nicht zu benutzen?

(Bernard Lown, 1987)

Ronald Reagon

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 19th, 2006

Blast Dominic Nambe

Liegt jedoch irgendeine Logik oder Moral darin, zu glauben, dass, wenn eine Seite droht, Millionen und Abermillionen unserer Menschen zu vernichten, unser einziges Hilfsmittel darin besteht, mit der Vernichtung von Millionen und Abermillionen ihrer Leute zu drohen?

(US-Präsident Ronald Reagan bei seiner zweiten Amtseinführung im Januar 1985)

Lee Butler

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 19th, 2006

Blast Dominic Truckee

Der Glaube an Abschreckung brachte immer neue Generationen immer noch zerstörerischer Atomsprengköpfe und Trägersysteme hervor. Er führte zum Aufbau eines monströsen Verwaltungsapparates mit einem gigantischen Appetit und einer globalen Agenda. Er entzündete tiefste Gefühle, entfachte Fanatismus und Demagogie und setzte unkontrollierbare Kräfte in Gang. Und vor allem lebt im Namen dieses fortwährenden Glaubens und der Furcht, die mit ihm einhergeht, die Politik des Kalten Krieges fort und ihre Umsetzung, die strategisch überhaupt keinen Sinn macht. Dieser Glaube verursacht nach wie vor enorme Kosten und setzt die gesamte Menschheit unerhörten Gefahren aus. Ich finde das unerträglich.

(General Lee Butler, ehem. Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, zur atomaren Abschreckung)

Lee Butler

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 18th, 2006

Blast Dominic Yeso

Die Abschreckung basiert auf einer Vielzahl ungerechtfertigter Annahmen, unbewiesener Behauptungen und logischer Widersprüche. Sie verhindert das rationale Nachdenken über das eigentliche Ziel der nationalen Sicherheit: das Überleben der Nation sicherzustellen.

(General Lee Butler, ehem. Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, zur atomaren Abschreckung)

Xanthe Hall

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 17th, 2006

Blast Storax Sedan

Die erklärte Strategie der USA hat sich geändert: Atomwaffen werden nun auch gegen Staaten eingesetzt, die keine Atomwaffen besitzen, oder als “präventive” Waffe beim Verdacht eines geplanten Angriffes mit Massenvernichtungswaffen.

(Xanthe Hall, Atomwaffenexpertin, IPPNW Berlin)

K. Subrahmanyam

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 17th, 2006

Blast Upshot Knothole Climax

Das internationale Sicherheitssystem wurde stufenweise unter eine globale nukleare Weltordnung gebracht, die die Hegemonie der fünf Atomwaffenmächte vorsieht. Indien will ein Mitspieler und nicht ein Objekt in dieser Ordnung sein.

(K. Subrahmanyam, Direktor des Indian Institute of Strategic Studie)

Stephen Younger

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 17th, 2006

Blast Seminole Wilson

Die Optionen der zielgenauen Anwendung von Atomwaffen könnte die Notwendigkeit für eine hohe Explosivkraft reduzieren. Waffen mit niedriger Sprengkraft könnten als Modifikationen existierender Waffendesigns hergestellt werden, oder es könnten robustere und einfachere Bauarten entwickelt und gewartet werden, die mit hohem Zutrauen ohne nukleare Tests und mit einem kleineren Nuklearwaffen-Komplex auskommen, als wir es für den Erhalt unserer gegenwärtigen Nuklearkräfte vorsehen.

Stephen Younger, ehem. stellvertr. Direktor von Los Alamos
(2000, jetzt im Pentagon)

Wladimir Putin

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 17th, 2006

Blast Redwing Apache

Ich spreche hier von den gefährlichsten Raketen, von denen wir Dutzende haben, mit Hunderten von Gefechtsköpfen.

(Präsident Wladimir Putin: dpa/ap, 3. Oktober 2003 zur SS-19-Rakete, die angeblich jedes Raketenabwehr-system durchdringen kann.)

Indische Ärzte für Frieden und Entwicklung (IDPD)

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 17th, 2006

Blast Plumbbob Fizeau

Als Ärzte haben wir genügend Statistiken, um zu belegen, dass diese [Atomwaffen] und ihr Einsatz großes Elend für die Menschen und Zerstörung bereiten können. Ihr Einsatz wird keinen Sieg für Indien oder Pakistan bringen, nur gegenseitige und vollständige Zerstörung.

(Aus der Presseerklärung der Indischen Ärzte für Frieden und Entwicklung (IDPD), indische Sektion der IPPNW, vom 3. Januar 2002)

Malik Meraj Khalid, Muhammad Haneef Ramay

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 17th, 2006

Blast Castle Union

Pakistan und Indien haben genügend interne Probleme. Seitdem sie Atommächte geworden sind, ist es ihre Verantwortung eine größere Toleranz auszuüben. Es ist an der Zeit eine ehrenhafte und akzeptable Lösung zu unseren Problemen einschließlich Kaschmir auszuhandeln. Es ist die Zeit für Entscheidungen. Es ist die Zeit für Diplomatie.

(Aus einer gemeinsamen Erklärung Malik Meraj Khalid, ehem. Premierminister Pakistans, Muhammad Haneef Ramay, ehem. Minister des Punjab und Dr. Mubashir Hasan, ehem.
Finanzminister Indiens, 22. Dezember 2001)

Jeffrey Lewis

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 17th, 2006

Blast Dominic Aztec

In der Tat liegt, im Gegensatz zu Berichten, die Sie vielleicht gelesen haben, wonach es hunderte oder tausende chinesische Atomwaffen gibt, die wahre Größe des einsatz-bereiten Arsenals wahrscheinlich bei nur ca. 80 Atomwaffen.

(Jeffrey Lewis in “The ambiguous arsenal”, Bulletin of Atomic Scientists, Mai/Juni 2005)

Mohammed al-Baradei

Posted in Zitate: Atomwaffen on Mai 16th, 2006

Blast Crossroads Baker

Noch nie war die Gefahr (eines Atomkrieges) so groß wie heute. Ein Atomkrieg rückt näher, wenn wir uns nicht auf ein neues internationales Kontrollsystem besinnen.

(Mohammed al-Baradei, Der Spiegel Nr. 5/26.1.04:”Ein Atomkrieg rückt näher”, S. 104)

Unbekannter Autor

Posted in Zitate: Krieg on Mai 14th, 2006

Napalm

Im Krieg gibt es den einen der verliert und den anderen der nicht gewinnt.

(Unbekannter Autor)

Erasmus von Rotterdam

Posted in Zitate: Krieg on Mai 14th, 2006

Koreakrieg 1951

Nur denen, die ihn nicht erfahren haben, scheint der Krieg schön.

(Erasmus von Rotterdam)

Anne Frank

Posted in Zitate: Krieg on Mai 14th, 2006

Stolpersteine

Einmal wird dieser schreckliche Krieg doch aufhören, einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein.

(Anne Frank, Tagebuch)

Paul Valéry

Posted in Zitate: Krieg on Mai 14th, 2006

Seeschlacht Spanish Armada

Krieg ist ein Massaker unter Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.

Paul Valéry

Unbekannter Autor

Posted in Zitate: Krieg on Mai 11th, 2006

vietcong

Vieles verändert der Krieg. Aus Kindern werden harte Männer und aus verhärteten Männern werden Kinder. Aus reich wird arm und aus arm wird reich - oder noch ärmer.

(Unbekannter Autor)

Heinrich Mann

Posted in Zitate: Krieg on Mai 10th, 2006

Der Krieg bricht aus. Sie haben ihn nicht gewollt. Sie haben nur so gelebt, dass er kommen musste. Sie sind nicht schuldig, denn man lebt doch, wie man geschaffen ist und das Reich hatte sie geschaffen. Sie haben den Frieden gewollt, aber er starb ihnen sehr gelegen.

(Heinrich Mann)

Wilhelm Hausenstein

Posted in Zitate: Krieg on Mai 10th, 2006

Dem Sieg geweiht - vom Krieg zerstört - zum Frieden mahnend

(Wilhelm Hausenstein)

Bertold Brecht

Posted in Zitate: Krieg on Mai 10th, 2006

Das große Karthago führte drei Kriege. Es war noch mächtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.

(Bertold Brecht)

Bertrand Russel

Posted in Zitate: Krieg on Mai 10th, 2006

Der Krieg entscheidet nicht darüber, wer Recht hat, sondern nur darüber, wer übrig bleibt.

(Bertrand Russell)

Nicht schuld daran zu sein!

Posted in Gedichte: Krieg on Mai 7th, 2006

Arnold Boecklin 002

’s ist Krieg! ’s ist Krieg! O Gottes Engel wehre,
….Und rede du darein!
’s ist leider Krieg - und ich begehre
….Nicht schuld daran zu sein!
Was sollt ich machen, wenn im Schlaf mit Grämen
….Und blutig, bleich und blaß,
Die Geister der Erschlagnen zu mir kämen,
….Und vor mir weinten, was?
Wenn wackre Männer, die sich Ehre suchten,
….Verstümmelt und halb tot
Im Staub sich vor mir wälzten, und mir fluchten
….In ihrer Todesnot?
Wenn tausend tausend Väter, Mütter, Bräute,
….So glücklich vor dem Krieg,
Nun alle elend, alle arme Leute,
….Wehklagten über mich?
Wenn Hunger, böse Seuch’ und ihre Nöten
….Freund, Freund und Feind ins Grab
Versammelten, und mir zu Ehren krähten
….Von einer Leich herab?
Was hülf mir Kron’ und Land und Gold und Ehre?
….Die könnten mich nicht freun!
’s ist leider Krieg - und ich begehre
….Nicht schuld daran zu sein!

(Matthias Claudius, vor 250 Jahren)

Krieg

Posted in Gedichte: Krieg on Mai 7th, 2006

Bootsfluechtling

Vater, du verließest mich,
ich konnte gerad’ erst steh’n.
Das Vaterland, es brauchte dich —-,
es gab kein Wiederseh’n.

Wie gerne hätte ich mit dir
einmal geweint, gelacht,
hätt’ froh erlebt, wenn du mit mir
den ersten Schritt gemacht.

Ich kenne deine Stimme nicht
und sehn’ mich so nach ihr.
Die unerfüllte Sehnsucht
verklingt wohl nie in mir.

Nie durfte ich erfahren
das Streicheln deiner Hand.
Du opfertest dein Leben
und starbst im fremden Land.

Warum begreift die Menschheit nicht,
daß Krieg nur Wahnsinn ist?
Zurück bleiben Not und Traurigkeit,
Leid, das man nie vergißt.

(Annegret Kronenberg)

Krieg dem Kriege

Posted in Gedichte: Krieg on Mai 7th, 2006

Chateau Wood Ypres 1917

Sie lagen vier Jahre im Schützengraben.
Zeit, große Zeit!
Sie froren und waren verlaust und haben
daheim eine Frau und zwei kleine Knaben,
weit, weit -!

Und keiner, der ihnen die Wahrheit sagt.
Und keiner, der aufzubegehren wagt.
Monat um Monat, Jahr um Jahr…

Und wenn mal einer auf Urlaub war,
sah er zu Hause die dicken Bäuche.
Und es fraßen dort um sich wie eine Seuche
der Tanz, die Gier, das Schiebergeschäft.
Und die Horde alldeutscher Skribenten kläfft:
“Krieg! Krieg!
Großer Sieg!
Sieg in Albanien und Sieg in Flandern!”
Und es starben die andern, die andern, die andern…

Sie sahen die Kameraden fallen.
Das war das Schicksal bei fast allen:
Verwundung, Qual wie ein Tier, und Tod.
Ein kleiner Fleck, schmutzigrot -
und man trug sie fort und scharrte sie ein.
Wer wird wohl der nächste sein?

Und ein Schrei von Millionen stieg auf zu den Sternen.
Werden die Menschen es niemals lernen?
Gibt es ein Ding, um das es sich lohnt?
Wer ist das, der da oben thront,
von oben bis unten bespickt mit Orden,
und nur immer befiehlt: Morden! Morden! -
Blut und zermalmte Knochen und Dreck…
Und dann hieß es plötzlich, das Schiff sei leck.

Der Kapitän hat den Abschied genommen
und ist etwas plötzlich von dannen geschwommen.
Ratlos stehen die Feldgrauen da.
Für wen das alles? Pro patria?

Brüder! Brüder! Schließt die Reihn!
Brüder! das darf nicht wieder sein!
Geben sie uns den Vernichtungsfrieden,
ist das gleiche Los beschieden
unsern Söhnen und euern Enkeln.
Sollen die wieder blutrot besprenkeln
die Ackergräben, das grüne Gras?
Brüder! Pfeift den Burschen was!
Es darf und soll so nicht weitergehn.
Wir haben alle, alle gesehn,
wohin ein solcher Wahnsinn führt -

Das Feuer brannte, das sie geschürt.
Löscht es aus! Die Imperialisten,
die da drüben bei jenen nisten,
schenken uns wieder Nationalisten.
Und nach abermals zwanzig Jahren
kommen neue Kanonen gefahren. -
Das wäre kein Friede.
Das wäre Wahn.

Der alte Tanz auf dem alten Vulkan.
Du sollst nicht töten! hat einer gesagt.
Und die Menschheit hörts, und die Menschheit klagt.
Will das niemals anders werden?
Krieg dem Kriege!
Und Friede auf Erden.

(Kurt Tucholsky, 1919)

Kein Traum

Posted in Gedichte: Krieg on Mai 7th, 2006

Landminenopfer Maputo

Grausam ist’s: Hunger, Leid und Tod;
dass so viele Menschen ohne Wasser und Brot.
Sterben im Sekundentakt, tack, tack, tack;
Die Augen leer, der Körper nackt.

Stell’ Dir vor, du wärst ein hungerndes Kind,
mager, krank, die Augen blind.
Ein Bein verloren durch eine Mine,
trägest du eine metallene Schiene.

Metallen, wie die grausamen Täter,
töteten Söhne, Töchter, Mütter und Väter.
Deine kleine Schwester, gerade 6 Jahre jung,
nahmen Sie mit, Vergewaltigung.
Kannst Du hören wie Ihre Stimme schallt?
So leise, ängstlich, wimmernd und kalt!

Kalt, gleich dem Herzen dieses schrecklichen Mannes,
ein böser Wolf, Mörder des unschuldigen Lammes.

Du willst Deine Schwester tanzen sehen.
Lachend, springend, oh lieblicher Wind,
nicht krank, nicht alt, so zartes Kind.
Gewiss, Morgen musst Du an Ihrem Grabe stehen.

Lebenswertes, lebenswürdiges Leben, wo bist Du geblieben?
Hab mich doch Liebe, Freundschaft und Frieden verschrieben.
Nachts, ein Traum, meine Schwester, vergessene glückliche Tage,
lacht, schreit, tollt und trägt Menschheit zu Grabe!

Oh Menschheit, was hast du gemacht?
Krieg, Leid, Tod, bitter kalte, dunkle Nacht.
Schwarze, kalte, so düstere Nacht,
könnt Ihr es hören, das Böse, es lacht.

Dunkelheit, sich vermehrend so schnell,
Herzen der Menschen, erlischendes hell.
Einziges hoffen, dass selbst der kleinsten Kerze,
nichts anhaben kann, die schwärzeste Schwärze!

Oh Hoffnung, welch liebliches Dinge,
dass, in aller Menschen Sie erklinge,
Licht, Friede, Freude, der rechte Wege,
bald der Mensch wieder menschlich lebe.

Hört, Eure innere Stimme, sie spricht,
weckt Kraft, Mut und Zuversicht.
Seht, der Mensch, der mit dem Kriege bricht,
aus Hass wird Liebe, aus Schatten Licht.

(Dieses Gedicht wurde von einem 19-jährigem Mann als Hausaufgabe im Deutsch-Unterricht geschrieben. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Pablo und beim Denkforum.at)

H. Andrews

Posted in Gedichte: Krieg on Mai 7th, 2006

USMC Irak.Nov

Death come easy if you come before your time
Death come easy to a young man in his prime
They put a gun in my hand
Said, Fight for the freedom of your land
Death come easy to a young man in his prime

Life was easy I could want for nothing more
Life was easy then there came the call for war
I left my family left my home
With the army I was forced to roam
Life was easy then there came the call for war

Love was easy with my lady I would stay
Love was easy then the war took me away
Forget your love war is right
So they taught me how to kill and fight
Love was easy then the war took me away

Killing’s easy with a weapon in your hand
Killing’s easy and they say that war is grand
With their music and their drums
They don’t see the slaughter of the guns
Killing’s easy and they say that war is grand

(Song “Death come easy” H. Andrews)